Riesen-Papierschiff im Allee-Center

Eines der größtem Papierschiff Deutschlands lief im Juni am Schiffshebewerk spektakulär vom Stapel. Das 6 Meter lange Papierboot war der Höhepunkt des maritimen Volksfestes, zu dem das einmalige technische Denkmal die Magdeburger eingeladen hatte. Neben Livemusik, Kinderspektakel und Bootsfahrten war der „Stapellauf im Hebewerk“ natürlich das Spektakel. Denn niemand wusste, ob das Papierboot schwimmen würde. Aus einer 12 Meter langen und 6 Meter breiten Papierbahn war das Schwimm-Gefährt gefaltet worden. Zur künstlichen Gestaltung des Papierbootes waren Magdeburger Schulklassen eingeladen worden. Den Wettbewerb hatte das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Magdeburg-Reform gewonnen, das als Kunstgymnasium der Landeshauptstadt zählt. Unter Anleitung von Kunstlehrer Holger Julius gestalteten die 7. und 9. Kunstklassen das Boot- live im Basement des Allee-Centers.

Mehrere Wochen hatten sich die Jugendlichen auf den wohl aufregendsten Kunsteinsatz ihrer Schulzeit vorbereitet. Bis zum Schluss hüteten sie das Geheimnis ihrer Motive wie einen Schatz – doch am Donnerstag zeigten die beiden Klassen , was sie mit Stift und Pinsel draufhaben.  Dabei entstanden maritime Szenen in Verbindung mit Magdeburg als Stadt an der Elbe.

Stapellauf eines Kunstwerkes

Das Papierschiff wurde dann als schwimmendes Kunstwerk beim „Stapellauf am Hebewerk“ im Schiffshebewerk Rothensee zu Wasser gelassen und anschließend vom Mittellandkanal in die Elbe geschleust.

Die Magdeburger und die Bewohner der Region fühlen sich seit jeher mit diesem faszinierenden, funktionsfähigen technischen Denkmal verbunden. Das 1938 fertiggestellte Hebewerk wurde nach Jahren des Stillstands im August 2013 wieder in Betrieb genommen. Maritimes Volksfest am Schiffshebewerk

Zu den Künstlern gehörten u.a. der Shantychor Magdeburg, die „Matrosen in Lederhosen“, die „Crazy Girls“, das Sax’n’Anhalt Orchester und DSDS-Sternchen Annemarie Eilfeld.